Bruchstückhafte Auseinandersetzung mit den Fragen des Lebens    (Claus Kiss)
 

Dienstag, 8. Januar 2019

Gendern - ein anderer Ansatz

Gendern ist etwas, das seit längerer Zeit die Geschellschaft spaltet. Und ehrlich gesagt, wie kann etwas, das die Gesellschaft spaltet, gut sein? Aber es liegt aus meiner Sicht nicht am Gendern selber, sondern an der Umsetzung bzw. Einführung. Denn, wie wir aus aktuellen Studien lernen können und wie auch Marc Aurel (zumindest wird ihm dieses Zitat zugesprochen) sagte: Die Gedanken färben die Seele. Und die Sprache bestimmt auch unsere Gedanken bzw. die Gedanken bestimmen unsere Sprache.

Also für mich steht ausser Streit, dass die Art, wie wir miteinander umgehen, vor allem auch sprachlich, einen wesentlichen Einfluss auf unsere Gesellschaft hat. Jedoch finde ich es geradezu sträflich, die prinzipiell gute Idee, die Sprache so zu gestalten, dass ein miteinander gefördert wird, so einzuführen, dass daraus eine tiefe Kluft in der Gesellschaft entsteht.

Gendern soll unter anderem auch Ausgrenzung verhindern. Jedoch, was in der aktuellen Situation passiert, ist, dass jemand der die Methode, nicht die Idee, anzweifelt, auch gleich mal sicherheitshalber ausgegrenzt bzw. abgelehnt wird. Also ich hoffe, dass passiert mir hier jetzt nicht und falls doch, dann soll es so sein.

Meine Idee die unsägliche "Vermännlichung" zu beenden (! Achtung, das ist ironisch gemeint !) ist, alles, was nicht eindeutig männlich oder weiblich ist bzw. männlich oder weiblich gemeint ist, als sächlich zu behandeln. Wobei sächlich nicht als Sache im wörtlichen Sinn zu sehen ist. (Siehe "das Kind").

Was meine ich damit: z.B. meine ich meine Hausärztin, welche eine Frau ist, sage ich Ärztin, sollte es ein Mann sein, sage ich Arzt. Sollte ich über einen Arzt im allgmeinen sprechen, kann ich das Arzt sagen.

So einfach. Fertig. Keine ÄrztInnen, Ärztinnen und Ärzte, Ärzt_Innen, etc.

Sollte jetzt der Aufschrei kommen, dass wir damit die Sprache verunstalten, dann mag ich dem gerne widersprechen. Wir würden nur eine zusätzliche Möglichkeit hinzufügen und somit die Sprache sogar erweitern.

Denn im Ausgleich wäre es natürlich auch möglich, Dinge, die jetzt den Artikel "das" haben, mit "der" oder "die" zu verwenden. Nämlich dann, wenn ich der Sache eine eindeutige männliche oder weibliche Eigenschaft zuordnen möchte. z.B. um ein Klischee zu bedienen: Er liebte seine Auto!

Dies würde ungeahnte neue Möglichkeiten des Ausdrucks ermöglichen, welche keine zusätzliche Grammatik oder sonstige Regeln bräuchten. Deshalb wäre diese Methode einfach einzuführen.

Vermutlich wäre es zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig.

Um dem Ausruck zu verleihen, werde ich ab nun versuchen meine Posts mit dieser Methode zu verfassen und sehen, wie es funktioniert.

Soweit so gut, bis zum nächsten Mal...